unser Ort
Ortsgeschichte von Dunstelkingen

Frei auf der Höhe der sog. „Jungen Pfalz“, einem Ausläufer des Härtsfeldes, liegt die Ortschaft Dunstelkingen, ca. 25 km von der Kreisstadt Heidenheim entfernt.  Dunstelkingen liegt 561 m über NN und hat eine Gemarkungsfläche von ca. 945 ha. Im Süden grenzt die Ortschaft mit Reistingen und im Norden mit Forheim und Aufhausen an den Freistaat Bayern. Im Osten ist Eglingen und westliche Nachbarn sind Frickingen, Katzenstein, Schrezheim und Trugenhofen. Auswärts wird Dunstelkingen gern mit dem Ausspruch bekannt gemacht: „ Ja Dunstelkingen, das ist dort, wo´s Hald-Bier und eine gute Blasmusik gibt“. Das aber ist nur ein Teil von Dunstelkingen.

Hügelige, sonnige Erhebungen und flache Mulden wechseln miteinander ab. Ausgedehnte Fichten- und Mischwälder runden die Landschaft harmonisch ab. Von den umgebenden Anhöhen genießt man herrliche Ausblicke in die Donauebene, ins Kesseltal und über das Härtsfeld. Wanderer und Naturfreunde kennen dieses schmucke, freundliche Dorf mit seinem weithin sichtbaren Zwiebelturm der Kath. Pfarrkirche. Die ursprünglich im spätgotischen Stil erbaute Kirche zum hl. Martin ist mit reichen Stuckaturen und Reliefs geschmückt. Grabdenkmäler und Standbilder der Familie von Westerstetten von 1536 bis 1606 sowie ein schöner gotischer Taufstein mit der Jahreszahl 1517 gehören ebenfalls zum Kirchenschmuck. Der Ort selbst bietet mit seinen schmucken Häusern, sauberen Straßen und Gassen ein freundliches und einladendes Bild. Der Dorfplatz mit Rathaus, Kirche, ehemaligem Schulgebäude und Dorfbrunnen gehört zu den gelungensten Dorfmittelpunkten des Landkreises Heidenheim. Hier wird auch jedes Jahr das weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte „Bierbrunnenfest“ der örtlichen Vereine gefeiert.

Die erste nachzuweisende Bevölkerung unserer Gegend waren die Kelten. Auf unserer Gemarkung ist eine Kultstätte dieses Volkes bekannt und zwar die Keltenschanze mit den nahezu quadratischen Ausmaßen von 120 x 121 m, die seit urdenklichen Zeiten „der Schelmengraben“ genannt wird. Die Häufigkeit dieser Weihe- und Versammlungsplätze in unserem Raum weisen auf eine dichte keltische Besiedlung in unserer Gegend hin.

Nach den Kelten siedelten die Römer in unserem Heimatgebiet. Ein Zeugnis von vielen aus dieser Zeit ist die Römerstraße. Sie kommt von Faimingen an der Donau (Kastell Phoebiana) und führt im geraden Weg durch das Härtsfeld, an Frickingen und Dehlingen vorbei nach Bopfingen/Oberdorf (Kastell Opia). Mit dem Jahr des Alemanneneinbruchs beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte unserer Heimat. Von nun an bestimmen unsere germanischen Vorfahren die Geschicke und formen das Gesicht der Landschaft. Als älteste alemannische Siedlungen gelten die Orte mit der Namensendung „ingen“. Dazu gehört auch Dunstelkingen mit seinen Nachbarorten.

Nach dem kleinen Rückblick auf die geschichtlichen Ereignisse soll wieder zur Gegenwart zurückgekehrt werden. Seit Ende des 2. Weltkrieges wurde in Dunstelkingen beachtliches für die Erneuerung und die Aufwärtsentwicklung des Dorfes geleistet. Ab 1947 Neubau eines Kindergartens, eines Feuerwehrgerätehauses, Kanalisation, Ausbau der Ortsstraßen, Flurbereinigung mit Feld- und Waldwegebau, Friedhoferweiterung und Neubau einer Leichenhalle, Sportplatzbau und eine neue Turn- und Festhalle. Schon sehr früh entstand mit der Erschließung von Baugelände eine Siedlung beim alten Sportplatz. Eine neue Siedlung ist „Hinter dem Schloßgarten“ im Entstehen. Und so ist Dunstelkingen durch gelungene Baumaßnahmen im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“, der Erneuerung der Ortsdurchfahrt und einer vom Staat unterstützten Dorferneuerungsmaßnahme ein recht schmuckes Dorf geworden, in dem rührige Vereine tätig sind. Diese gute und harmonische Zusammenarbeit der Vereine und ihrer Einrichtungen verleiht der Ortschaft das Gefühl einer gewissen Eigenständigkeit, das auch in Zukunft erhalten bleiben soll.